"Kann Kunst einen Ort verändern?"

6. Netzwerktreffen am 21. Mai 2022 von 14:00 – 17:00 Uhr

Dieser Frage wollen wir vom Kulturlandbüro gemeinsam mit Ihnen im Kirchgarten der St. Nikolaikirche in Pasewalk nachgehen.

Dort werden Sie von den Schüler*innen der 11. Klasse des Oskar-Picht-Gymnasiums mit Kaffee und Kuchen empfangen.

Anschließend gibt es Gespräche mit Ihnen und unseren Gästen: Gertrud Ohse und Anett Burckhardt.

Mit einem musikalischen Beitrag des Orchesters für Alte Musik Vorpommern werden wir den Tag ausklingen lassen.

WELTPREMIERE - Der neue Strasburg-Film von Sabrina Dittus 

Am 19. Juni, um 17:00 Uhr, in der Aula der Grundschule Strasburg

Am 19. Juni wird der neue Film von Sabrina Dittus, der Residenzkünstlerin von Strasburg, erstmalig öffentlich gezeigt. Veranstaltungsort ist die Aula der Grundschule Strasburg, in der Baustraße 26. Der Eintritt ist frei.

Der etwa 50-minütige Film ist ein Ergebnis der Dorfresidenz von Sabrina Dittus in Strasburg. Die Vorführung des Films erfolgt direkt im Anschluss an das vierte Erzählcafé, das zwischen 14:00 und 16:00 Uhr im Alten Gemeindehaus stattfindet.

Das Erzählcafé wird zum Abschluss der Residenz an Bürger*innen übergeben, damit das erfolgreiche Format bestehen bleiben kann. Viele Wünsche, Erinnerungen und spannenden Geschichten hieraus finden sich auch im Film wieder.

Dieser Film ist ein wertvolles Zeitdokument. Es geht um Vergangenes und Verlorenes, aber auch um Hoffnungen, Wünsche und letztendlich Strasburgs Zukunft.

Weitere öffentliche Veranstaltungen sind in Planung. Wenn auch Sie Interesse haben den Film in Ihrer Gemeinde zu zeigen, sprechen Sie uns bitte an: muh@kulturlandbuero.de

Die Künstlerin Sabrina Dittus wurde letztes Jahr von Strasburger Bürger*innen ausgewählt, nachdem die Stadt als neuer Residenzort des Kulturlandbüros den Zuschlag für das Projekt erhalten hat.

Sabrina Dittus und das Kulturlandbüro freuen sich auf Ihr Erscheinen!

Gertje Graef geht – was bleibt?

Ende der Dorfresidenz in Rothenklempenow

Es ist 19:15 Uhr, am 29. April 2022 im Bürgersaal von Schloss Rothenklempenow. Zur Freude aller füllt sich der Saal sehr schnell. Über 80 interessierte Zuhörer*innen sind an diesem Abend gekommen, um an der Abschlussveranstaltung der Dorfresidenzkünstlerin Gertje Graef teilzunehmen.

Die fünf leeren Stühle an der Stirnseite des Saales lassen erahnen, dass Gertje Graef nicht die Einzige ist, um die es an diesem Abend gehen soll. Für die Lesung aus ihrem Buch „Die Unbekannten“ wird die Künstlerin von fünf Frauen aus der Gemeinde unterstützt. Olga, Marlie, Heike, Heike und Lilli lesen aber nicht nur – sie sind auch Protagonistinnen des Buches, das in Auszügen an diesem Abend erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Begleitend zur Lesung hat Gertje Graef, in Zusammenarbeit mit Raphael Riese (Arbeit und Leben MV e.V., Projekt „Geh mit!“) in den Fluren des Schlosses großformatige Fotografien all der Frauen aufgehängt, die sie im Rahmen des Projektes interviewt hat.

Während sich das Buffet noch mit den mitgebrachten Köstlichkeiten füllt, gibt Lilli aus Rothenklempenow ein Radiointerview: „Ich finde das Zusammengehörigkeitsgefühl hat sich verbessert. Das ist doch der Grund gewesen. Das man wieder etwas gemeinsam unternimmt. Und das fand ich so toll.“

Fast auf den Tag genau vor sechs Monaten, ist die Residenz von Gertje Graef in Rothenklempenow gestartet. Über 200 Seiten hat die Schriftstellerin seit dem über Frauen in der Gemeinde geschrieben. Derzeit laufen Gespräche mit einem Verlag über eine Veröffentlichung der literarisch-dokumentarischen Frauenportraits. Das Projekt endet eigentlich mit dieser Veranstaltung  - oder doch nicht? Alle Teilnehmerinnen sind sich einig: in irgendeiner Form sollen die gemeinsamen Treffen, der intensive Austausch und die unterhaltsamen Kulturabende fortgesetzt werden.

Genau das ist das Ziel der Dorfresidenzen, die das Kulturlandbüro seit 2021 auf Schloss Bröllin organisiert und betreut. „Künstler*innen entwickeln gemeinsam mit den Bewohner*innen Projekte und geben damit neue Impulse in das Dorfleben hinein. Aufgabe des Kulturlandbüros ist es, die Orte dabei zu unterstützen, diese anschließend zu verstetigen.“, so David Adler der Projektleiter des Kulturlandbüros. In Rothenklempenow scheint dies aufzugehen: „Wir sind sehr dankbar das Gertje Graef als Residenzkünstlerin die Dorfgemeinschaft belebt hat. Manchmal braucht es eben einen Anstoß von außen, um wieder zueinander zu finden.“, so eines der zehn Ortsjurymitglieder.

Ab August starten die nächsten Dorfresidenzen in Liepgarten und auf dem Randowplateau.