Tausend Hektar Kunst

Mit dem Laborbus unterwegs

15:00 Damerow Dorfhaus, 17309 Damerow

18:30 Fahrenwalde Kulturscheune, Amtsweg 6, 17309 Fahrenwalde

Eintritt frei, für das leibliche Wohl ist gesorgt.

 

Aufführungen auf Dorfplätzen am 27.08.2022 in Damerow und Fahrenwalde

Zehn Künstlerinnen und Künstler ziehen aufs Dorf und erforschen, was an ihrer Theater- und Performancearbeit für ländliche Regionen attraktiv ist. Wie früher die Gaukler, so fährt unter dem Titel „Tausend Hektar Kunst“ das Performancekollektiv in die Regionen des Landkreises Uecker-Randow und führt auf, was es in seiner Probenarbeit seit Juli diesen Jahres erarbeitet hat: Skizzen und Szenen, die von aktuellen Ereignissen und Gesprächen, von Überlieferungen und Sagen ausgehen.

Die Künstlerinnen und Künstler fragen, welche Vorstellungen vom Landleben berechtigt sind und welche nicht. Weil Fragen alleine nicht satt machen, haben sie gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Fahrenwalde ein erstes Dorffest veranstaltet und werden diese Form des Austauschs weiterhin pflegen.

Zu den Aufführungen fährt das Kollektiv in einem Bus, der sonst die Brötchen auf die Dörfer bringt. Kunst ist Lebensmittel. Wie der Boden, gehört sie allen und keinem. Und schon gar nicht der Stadt allein.

Mitwirkende

Dorte Burmester Wium, Jörn Burmester Wium, Sille Burmester Wium, Marie Güsewell, Carola Lehmann, Kathrin Ollroge, Jule Torhorst, Ronja Wium Petersen, Dokumentation: Robert Mießner, Recherche, Assistenz: Soojin Oh

Konzept: Carola Lehmann

Dokumentation: Robert Mießner

Recherche, Assistenz: Soojin Oh

Kostüm: colchik

„Tausend Hektar Kunst“ wird gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR.

www.tausendhektarkunst.de

Duo Vadim Neselovskyi & Jaro

Benefizkonzerte für ukrainische Flüchtlinge

1. Juli19:30HeringsdorfTheaterzelt Chapeau Rouge
2. Juli19:00StettinPhilharmonie Stettin
3. Juli17:00SchwedtUckermärkische Bühnen Schwedt

Der gebürtige Ukrainer und in den USA lebende Komponist und Pianist Vadim Neselovskyi trifft nach 5 Jahren anlässlich dreier Benefiz-Konzerte für die Ukraine in Heringsdorf/Usedom, Stettin und Schwedt/Oder den im pommerschen Wald lebenden Komponisten und Kontrabassisten Jaro wieder.

Im ersten Teil des Konzertes wird Vadim Neselovskyi seine „Odesa“ - Suite for Solo Piano spielen. „Ein Klang wie eine Vorahnung“, schrieb die FAZ jüngst über die vor zwei Jahren entstandene Komposition. Sollte es ein Stück Erinnerungskultur werden, ist es nun zwangsläufig ein Statement gegen den Krieg und Liebeserklärung an seine Heimatstadt Odessa geworden. 

Im zweiten Teil spielen Vadim und Jaro im Duo Kompositionen von Jaro. „Ich schlage an die Zeit...“, ein Plädoyer für Frieden, Freiheit und Demokratie, Musik die nach Gedichten der Parchimer Lehrerin Alexandra Dust-Wiese entstanden sind. Ursprünglich für gemischten Chor geschrieben, entwickelt sich in der Duo-Besetzung für Piano und Kontrabass eine ganz eigene Welt. Alexandra Dust-Wiese, in den 1950er Jahren vom russischen Militärtribunal zu 6 Jahren Zuchthaus verurteilt, schrieb während ihrer Haftzeit Gedichte mit ganz besonderem Tempre - zwischen Himmel, Erde und Hölle. Diese Thematik gewinnt in diesen Tagen wiederholt mit dem russischen Handeln in der Ukraine dramatisch an Aktualität. 

Vadim und Jaro spannen einen Bogen von klassisch - minimalistisch bis jazzig - virtuos. Trotz der unterschiedlichen, musikalischen Wege der beiden Musiker, kreuzen sich diese bereits seit 30 Jahren immer wieder.

 

 

Rückblick, Vorschau und ein Umzug

Das Kulturlandbüro bleibt in Bewegung

Kann Kunst einen Ort verändern? 
Dieser Frage sind wir zusammen mit unseren Gästen am 21. Mai in der Nikolaikirche in Pasewalk nachgegangen. Interessante Gespräche, ein tolles Konzert des Orchesters für Alte Musik Vorpommern und ein leckeres Kuchenbuffet von Schülerinnen des Oskar-Picht-Gymnasiums rundeten den gelungenen Nachmittag und damit unser 6. Netzwerktreffen ab. Vielen Dank nochmals an Getrud Ohse und Anett Burckhardt, die als Kooperationspartnerinnen die Veranstaltung unterstützt haben. 

Save the Dates! 
Keine Sause in Berlin, nicht in den Urlaub fahren, die Großeltern an einem anderen Wochenende besuchen: FACHTAG KULTUR des Landkreis Vorpommern-Greifswald am 17. und 18. Juni in Loitz.  
Zum 2ten Mal ist das Kulturlandbüro aktiver Teilnehmer am Fachtag des Landkreises Vorpommern-Greifswald. Ein ganzes Jahr voller neuer Erfahrungen, die wir mit anderen Kulturschaffenden teilen können. Weltpremiere des Dokumentarfilms „Wir müssen wieder mehr tanzen!“ Von Verlust und Verbindung in Strasburg (Um.) am 19. Juni um 17:00 Uhr in der Aula der Grundschule Strasburg (Baustraße 26). Der 60-minütige Film ist ein Ergebnis der Dorfresidenz von Sabrina Dittus (Buch und Regie). An diesem Abend endet auch Ihre 6-monatige Residenz in Strasburg, was wir gebührend feiern werden. 
 
Das Kulturlandbüro ist umgezogen. 
Endlich können die Gäste von Schloss Bröllin standesgemäß im Gutshaus willkommen geheißen werden. Dafür tauschen wir gerne mit der Gästebetreuung die Räume. Man findet uns jetzt direkt neben der Damentoilette im Anbau des Gutshauses. 

WELTPREMIERE - Der neue Strasburg-Film von Sabrina Dittus 

Am 19. Juni, um 17:00 Uhr, in der Aula der Grundschule Strasburg

Am 19. Juni wird der neue Film von Sabrina Dittus, der Residenzkünstlerin von Strasburg, erstmalig öffentlich gezeigt. Veranstaltungsort ist die Aula der Grundschule Strasburg, in der Baustraße 26. Der Eintritt ist frei.

Der 60-minütige Film ist ein Ergebnis der Dorfresidenz von Sabrina Dittus in Strasburg. Die Vorführung des Films erfolgt direkt im Anschluss an das vierte Erzählcafé, das zwischen 14:00 und 16:00 Uhr im Alten Gemeindehaus stattfindet.

Das Erzählcafé wird zum Abschluss der Residenz an Bürger*innen übergeben, damit das erfolgreiche Format bestehen bleiben kann. Viele Wünsche, Erinnerungen und spannenden Geschichten hieraus finden sich auch im Film wieder.

Dieser Film ist ein wertvolles Zeitdokument. Es geht um Vergangenes und Verlorenes, aber auch um Hoffnungen, Wünsche und letztendlich Strasburgs Zukunft.

Weitere öffentliche Veranstaltungen sind in Planung. Wenn auch Sie Interesse haben den Film in Ihrer Gemeinde zu zeigen, sprechen Sie uns bitte an: muh@kulturlandbuero.de

Die Künstlerin Sabrina Dittus wurde letztes Jahr von Strasburger Bürger*innen ausgewählt, nachdem die Stadt als neuer Residenzort des Kulturlandbüros den Zuschlag für das Projekt erhalten hat.

Sabrina Dittus und das Kulturlandbüro freuen sich auf Ihr Erscheinen!

"Kann Kunst einen Ort verändern?"

6. Netzwerktreffen am 21. Mai 2022 von 14:00 – 17:00 Uhr

Dieser Frage wollen wir vom Kulturlandbüro gemeinsam mit Ihnen im Kirchgarten der St. Nikolaikirche in Pasewalk nachgehen.

Dort werden Sie von den Schüler*innen der 11. Klasse des Oskar-Picht-Gymnasiums mit Kaffee und Kuchen empfangen.

Anschließend gibt es Gespräche mit Ihnen und unseren Gästen: Gertrud Ohse und Anett Burckhardt.

Mit einem musikalischen Beitrag des Orchesters für Alte Musik Vorpommern werden wir den Tag ausklingen lassen.

Gertje Graef geht – was bleibt?

Ende der Dorfresidenz in Rothenklempenow

Es ist 19:15 Uhr, am 29. April 2022 im Bürgersaal von Schloss Rothenklempenow. Zur Freude aller füllt sich der Saal sehr schnell. Über 80 interessierte Zuhörer*innen sind an diesem Abend gekommen, um an der Abschlussveranstaltung der Dorfresidenzkünstlerin Gertje Graef teilzunehmen.

Die fünf leeren Stühle an der Stirnseite des Saales lassen erahnen, dass Gertje Graef nicht die Einzige ist, um die es an diesem Abend gehen soll. Für die Lesung aus ihrem Buch „Die Unbekannten“ wird die Künstlerin von fünf Frauen aus der Gemeinde unterstützt. Olga, Marlie, Heike, Heike und Lilli lesen aber nicht nur – sie sind auch Protagonistinnen des Buches, das in Auszügen an diesem Abend erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Begleitend zur Lesung hat Gertje Graef, in Zusammenarbeit mit Raphael Riese (Arbeit und Leben MV e.V., Projekt „Geh mit!“) in den Fluren des Schlosses großformatige Fotografien all der Frauen aufgehängt, die sie im Rahmen des Projektes interviewt hat.

Während sich das Buffet noch mit den mitgebrachten Köstlichkeiten füllt, gibt Lilli aus Rothenklempenow ein Radiointerview: „Ich finde das Zusammengehörigkeitsgefühl hat sich verbessert. Das ist doch der Grund gewesen. Das man wieder etwas gemeinsam unternimmt. Und das fand ich so toll.“

Fast auf den Tag genau vor sechs Monaten, ist die Residenz von Gertje Graef in Rothenklempenow gestartet. Über 200 Seiten hat die Schriftstellerin seit dem über Frauen in der Gemeinde geschrieben. Derzeit laufen Gespräche mit einem Verlag über eine Veröffentlichung der literarisch-dokumentarischen Frauenportraits. Das Projekt endet eigentlich mit dieser Veranstaltung  - oder doch nicht? Alle Teilnehmerinnen sind sich einig: in irgendeiner Form sollen die gemeinsamen Treffen, der intensive Austausch und die unterhaltsamen Kulturabende fortgesetzt werden.

Genau das ist das Ziel der Dorfresidenzen, die das Kulturlandbüro seit 2021 auf Schloss Bröllin organisiert und betreut. „Künstler*innen entwickeln gemeinsam mit den Bewohner*innen Projekte und geben damit neue Impulse in das Dorfleben hinein. Aufgabe des Kulturlandbüros ist es, die Orte dabei zu unterstützen, diese anschließend zu verstetigen.“, so David Adler der Projektleiter des Kulturlandbüros. In Rothenklempenow scheint dies aufzugehen: „Wir sind sehr dankbar das Gertje Graef als Residenzkünstlerin die Dorfgemeinschaft belebt hat. Manchmal braucht es eben einen Anstoß von außen, um wieder zueinander zu finden.“, so eines der zehn Ortsjurymitglieder.

Ab August starten die nächsten Dorfresidenzen in Liepgarten und auf dem Randowplateau.