Spacemaker goes Round about Jarmen

Prozessorientierte Arbeit bedeutet, Pläne immer wieder neu zu schmieden

Spacemaker hat am Ferienprogramm von “Round about Jarmen” teilgenommen. Die Beteiligung sowie die Begeisterung waren groß. Dabei haben wir verschiedene Workshop-Angebote umgesetzt.

Bei einem Filmspaziergang durch Jarmen haben wir gemeinsam die Orte und Geschichten der Kinder in und über ihre Stadt mit dem Blick durch die Kamera eingefangen. Nach einer technischen Einführung ging es los. Immer wieder mussten Schnitteinstellungen wiederholt werden, so dass die Zeit nicht für alle Stationen gereicht hat. Zu Auswahl standen der Kiessee, ein Kletterbaum, die Turnhalle, das Rathaus, der Pferdestrand, ein Krater, der kleine Sportplatz, ein Zuhause, eine Autobrücke für den Sonnenuntergang. Da sich der Ort doch recht lang zieht, haben wir nicht alle Plätze geschafft abzulaufen. Statt dessen wurden spontane Situationen eingefangen. Die Kids wurden mit ihren Orten und Geschichten ins Bild genommen und der Film wird im Rahmen einer Abschlussveranstaltung präsentiert.

In einer Fotowerkstatt konnten die Kids alles rund um Fotografie lernen und hatten die Möglichkeit selber mit einer Profikamera zu fotografieren. Dazu wurde ein Outdoorstudio aufgebaut, effektvolles Equipment zur Verfügung gestellt und Tipps zu unterschiedlichen Perspektiven, Kameraeinstellungen und Posen gegeben. Das Hafengelände diente dabei als Kulisse. Es sind sehr schöne Motive entstanden. In einer Onlineabstimmung konnten die favorisierten Bilder für die Präsentation ausgewählt werden.

Da jede:r ein anderes Medium bevorzugt, um sich selbst Ausdruck zu verleihen, gab es auch die Gelegenheit an einer einer kreativen Schreibwerkstatt teilzunehmen. Erstaunlicherweise gab es hier die meisten Anmedlungen und es sind 11 Geschichten entstanden. Nach einem Warmup mit Storywürfeln und Illustrationen haben sich alle Beteiligten schnell ins Schreiben vertieft. Die entstandenen Geschichten sind ganz unterschiedlich und können zusammen mit den Fotos in einem Schaufenster in Jarmen besichtigt werden.

 

Die abschließende Ausstellungswerkstatt  bot die Gelegenheit, das gesamte Material das produziert wurde für die öffentliche Präsentation in einem Ausstellungsschaufenster an der Hauptstraße aufzubereiten. Jarmen hat viele Nachwuchstalente zu bieten und wer weiß was sich daraus noch entwickelt. Eine Publikation wäre es wert.

 

Fotos: Peter van Heesen

Wir waren mit einem Kreativstand auf dem Biberfest

... um weitere Jugendliche zu gewinnen

Wir haben den Wunsch der Jugendlichen aus der Spacemakergruppe aufgegriffen und mit einem sportlichen Kreativangebot beim diesjährigen Biberfest mitgemacht.

Zusammen mit der Künstlerin Kathrin Ollroge konnte ein kleiner Stationenparcour durchlaufen werden. Dazu wurden bekannte Gesellschaftspiele etwas abgewandelt. So konnten beim Entenangeln regionale Redewendungen geangelt werden, die andere zuvor geschrieben haben und über die man ins Gespräch kommen konnte. Beim Büchsenwerfen ging es darum, den Ball in eine Dose zu werfen. Dort konnte dann ein Gedankenzettel mit einem Wunsch in Bezug auf Jarmen hinterlassen werden. An der dritten Station konnten Herzen mit Herzensangelegenheiten verziert werden.

Alle Stationen dienten vor allem dazu, miteinander in Kontakt zu kommen und Neugier für das Spacemakerprojekt zu wecken.

Kreativangebot auf dem Biberfest

Spacemaker Jarmen stellt sich vor

Von 11.00-15:00 Uhr nehmen wir mit einem Kreativstand unter Anleitung der Künstlerin Kathrin Ollroge am Biberfest teil und haben uns spannende Mitmach-Aktionen für euch ausgedacht. Wir wollen die Gelegenheit nutzen, denjenigen das Spacemaker-Projekt vorzustellen, die in Jarmen bislang noch nichts davon gehört haben und neugierige Jugendliche zum Mitmachen dazu gewinnen. Wir freuen uns also, wenn ihr vorbei kommt!

Gartenbesichtigung

Welcher Standort wird Jarmens Spacemaker-Ort?

Foto der baufälligen Hütte in der Gartenparzelle. Mehrere Jugendliche schauen sie sich gerade an.

Ein verwilderter Kleingarten, eine verfallene Hütte, ein großer Walnussbaum und Brombeersträucher. Das bietet die Kleingarten Option der Kirchgemeinde Jarmen auf 896 qm. Auf den ersten Blick gibt es viel zu tun. Bei längerer Betrachtung bietet dieser Ort sehr viel Freiraum für Ideen und viele unterschiedliche Möglichkeiten, um daraus einen richtig coolen Spacemaker Ort zu machen, der von vielen genutzt werden kann.

Auf jeden Fall braucht es einen Garteneinsatz für die Begehbarkeit und schon sprudeln die Ideen: Hütte abreißen und neu aufbauen, Strom legen, Zaun reparieren, Sitzecke bauen, Hochbeete anlegen, ein Gewächshaus soll es geben, ein Komposthaufen wird gebraucht, ein Öko-Klo ist notwendig, eine Sommerküche wäre perfekt, Regentonnen zum Gießen und Abwaschen und was ist mit einer Schaukel?

Kartoffeln, Kräuter, Sonnenblumen und Kürbisse könnten angepflanzt werden und dann gibt es vielleicht eine coole Halloween Party? Beim nächsten Treffen werden wir uns den Hochseecontainer am Skatepark anschauen.

Zukunftswerkstatt

"Wie gestalten wir unseren Spacemakerort?"

Zwei Zeichnugnen auf dem Boden vor Palettensitzen

Unter diesem Motto haben wir uns am Nachmittag des 24. Februar wieder mit Jugendlichen in Jarmen getroffen. Diesmal im Jugendraum des Gemeindehauses der Kirche. Einen Ort, den einige noch gar nicht kannten.

Aus vorherigen Treffen haben wir zwei Ideen zu möglichen Standorten für einen Jugendort ausgelotet und auf Machbarkeit geprüft. Auf dieser Grundlagen haben die Jugendlichen eine Vision entwickelt, wie diese Orte aussehen könnten. Nun gilt es weitere Unterstützende zu finden, um zu entscheiden, ob ein Kleingarten oder der Container am Skatepark im Rahmen des Projektes ausgebaut werden können - oder sogar beide Standorte in Frage kommen. Die Entscheidung hängt vor allem von den jeweiligen Jugendlichen ab, die sich an dem Prozess beteiligen. Es bleibt spannend, in welche Richtung der künftige Spacemakerort in Jarmen geht!

Erste Ideenwerkstatt zum Spacemaker-Projekt

Was interessiert, beschäftigt, bewegt die Jugend in Jarmen?

Am Nachmittag des 29. Januar haben wir uns mit einigen Jugendlichen der Regionalschule aus Jarmen in den Räumlichkeiten der Kirchgemeinde zu einer ersten Ideenwerstatt getroffen. Wir haben die Ideen und Wünsche vom letzten Treffen ergänzt und es ist noch einiges neues dazu gekommen. Anschließend haben wir daraus schon einige Aktivitäten abgeleitet, die wir in den kommenden Monaten bis September in Jarmen gemeinsam umsetzen wollen. Damit erreichen wir hoffentlich weitere interessierte Jugendliche aus der Region, die jederzeit dazu kommen können.

Das feedback der Jugendlichen war sehr rührend. Sie sagten, so etwas habe noch keiner mit ihnen gemacht. Sie schätzen es sehr, dass sie einen Raum bekommen, in dem sie ihre Gedanken äußern können und ernst genommen werden. Am Ende des Treffens waren sie selbst ganz überrascht, wieviele Ideen sie zusammengetragen haben - das hätten sie vorher nicht gedacht. Gleichzeitig reflektieren sie, dass es jeweils nur ihre persönliche Perspektive ist und dass sie sich noch mehr Beteiligung von Jugendlichen wünschen und auch offen sind für bislang unbekannte Angebote.

Ideensammlung beim ersten Treffen

Aktivierung Spacemaker - Jarmen

Collage aus verschiedenen Fotos von Orten in Jarmen. Oben ist eine Wandbemalung mit Regenbogen über Häusern und der Jarmener Kirche auf dem steht “Jugendenorte”, darunter Bilder zweier Gärten, einer düster, einer mit Liege unter einem Baum und der Frage “Gartenparzelle?”, ein Foto zwei leerer Fenster und der Frage “Leerstandsbespielung?”, ein Foto des Gemeindehauses und den Fragen “Chillecke?” und “Skatepark?” unten ein Foto der Regionalschule mit der Frage “Unabhängiger Treffpunkt?” Darüber liegt ein Filter, der einen transparenten Schatten über alles wirft, der aus einer orangenen Blase startet in der steht: “Spacemaker - Jarmen Erste Ideensammlung mit den Jugendlichen aus der Regionalschule Jarmen.”

Das erstes Spacemaker-Treffen mit Jugendlichen aus der Regionalschule Jarmen war sehr vielversprechend. Gemeinsam haben wir überlegt, wie wir weitere junge Leute aus der Gegend für das Projekt gewinnen können und wer unbedingt dabei sein sollte, welche Wünsche und Erwartungen die Jugendlichen an das Projekt haben, wer noch unterstützen könnte und welche Hürden es zu überwinden gilt.

Die Möglichkeit für einen selbstorganisierten Jugendort löst Begeisterung aus, denn der Wunsch nach einem autarken Ort ist groß. Erste Ideen wurden gesammelt. Vor allem für die kalte Jahreszeit ist es wichtig, einen gemütlichen, warmen Ort mit Strom und W-Lan zu haben. Auch ein Boxsack ist wichtig für die Jugendlichen. Ein Ort in Kombination mit einem Garten bietet darüber hinaus viele Möglichkeiten, die verschiedenen Interessen der Jugendlichen zu verbinden. Interesse an Austausch mit schon bestehenden Jugendorten in eigener Organisation besteht auch, denn dann kann man voneinander lernen. Selbstkritisch haben die Jugendlichen über “Spätkommer, die sich später beschweren" und "Nutzer, die sich nicht beteiligen” sowie über das Problem des Vandalismus gesprochen.

Ab Januar wollen wir uns regelmäßig in Jarmen treffen, um gemeinsam einen oder mehrere Spacmaker-Orte zu entwickeln. Wer Lust hat mitzumachen, kann sich jederzeit unter spacemaker@kulturlandbuero.de bei uns melden.

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